Erfahrungen:  
     
 

Anmerkung:
Es ist nun schon mehr als 3 Jahre her, dass Sandra diese Erfahrungen von sich und anderen Frauen zusammengestellt hat. Diese sind zeitlos und können noch immer wertvoll für betroffene Frauen und deren Angehörige sein.


 
     
  Hier sind einige meiner Erfahrungen nachzulesen, aber auch Berichte von anderen Betroffenen, Ärzten, Therapeuten u.a.m.  
     
  Erfahrungsbericht einer betroffenen Freundin:

von: MARTINA RIEDERER
39 Jahre, verheiratet, 1 Kind, 11 Jahre
martina.riederer@columnae.at
 

Krebs in meinem Leben

Ich bin vor 8 Jahren an Schilddrüsenkrebs erkrankt. Nach Entfernung der Schilddrüse und einigen Radiojodtherapien bin ich immer noch unter ärztlicher Kontrolle. Im Rahmen einer PET-Untersuchung wurde bei mir ein Knoten in der linken Brust festgestellt.

Der Schock war groß, Brustkrebs war mein erster Gedanke, ich weinte, ich fluchte, ich akzeptierte und wurde aktiv. Sofort dachte ich an meine Freundin, Sandra Fleck, eine „Expertin“ auf dem Gebiet Brustkrebs, mit dem sie schon 11 Jahre lebt. Sie empfahl mir ihre Chirurgin, bei der ich noch am selben Tag einen Termin bekam. Dann ging alles sehr schnell. Biopsie, Aufklärungsgespräche, Operation. Ich war sehr ruhig und gefasst und vor allem sehr positiv eingestellt. Ich nahm mir fest vor, mich vorher nicht zu sorgen, was mir sehr gut gelang. Freunde und Familie waren sehr betroffen und ich versuchte, mich nicht von ihrer Angst anstecken zu lassen. Völlig ruhig ging ich zur Operation. Die Diagnose Brustkrebs akzeptierte ich gefasst. Doch als mir der Histologische Befund mitgeteilt wurde, und ich vor der Wahl nochmalige Operation oder Brustentfernung stand, war ich sehr betroffen. Doch wieder rappelte ich mich auf und die Entscheidung, die Brustentfernung durchzuführen – mit gleichzeitigem Wiederaufbau – war eine Sekundenentscheidung.

Jetzt habe ich die 2. Operation hinter mir, es ist alles gut gegangen. Ich denke, ich habe die richtige Entscheidung getroffen. Ich fühle mich körperlich und seelisch sehr gut. Genaue Therapien werden in den nächsten Tagen festgelegt. Ich sehe dem allen gelassen entgegen. „Schritt für Schritt“ ist mein Motto.

Kraft schöpfe ich von meinen Erfahrungen, meiner Familie, von meinen Freunden, von Büchern, alternativen Heilmethoden, Kursen usw. Ich bin überzeugt davon, dass das alles zusammen zu meinem Ziel führt, dem Ziel, den Krebs in meinem Körper zu besiegen.

Martina Riederer

 
     
     
  Einige meiner persönlichen Erfahrungen:  
     
  JOGA:  
  Eine Zeit lang ging ich regelmäßig, d.h. einmal die Woche in den Joga Unterricht. Auf Joga stieß ich zu einer Zeit, in der ich gerade Chemotherapie bekam. Ich hatte damals das Gefühl, dringend etwas tun zu müssen. Meine damalige Jogatrainerin war genau die, die ich gesucht hatte und ihre offene, liebenswerte Art half mir sehr. Was ich bei ihr lernte, wende ich heute noch oft an. Sie zeigte mir verschiedene Atemübungen und ich konnte mich mit Hilfe ihrer Entspannungsübungen wirklich sehr entspannen. Geist und Seele fühlten sich danach immer sehr frei und wieder offen für anderes. Die Jogaübungen selbst gaben mir wieder Kraft und meine Konzentrationsfähigkeit steigerte sich. Ich genoss jeden Unterricht sehr und fühlte mich anschließend immer sehr ruhig.  
     
  AKUPUNKTUR:  
  Über meine Jogatrainerin kam ich zu einem sehr netten Chinesen, zu dem ich dann regelmäßig zur Akupunktur ging. Wenn er die Nadeln setzte, kam es schon mal vor, dass es weh tat, aber während ich dann mit den Nadeln immer so zirka 20 Minuten in einem ruhigen Zimmer mit schöner Musik lag, entspannt ich mich wunderbar. Zu ihm zu gehen, war für mich dann später fast schon eine Sucht. Seine aufmunternden Worte bauten mich auch immer sehr auf. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass es mir durch seine Hilfe sehr gut ging. Leider ist er vor einigen Monaten gestorben.  
     
  SHIATSU:  
  In der Shiatsu-Behandlung wird durch Druck entlang der Meridiane und speziell auf bestimmte Punkte der Energiefluss angeregt und harmonisiert. Dies konnte ich leider nicht lange machen, da ich wieder mit einer Chemotherapie begann und mir abgeraten wurde es während dieser Zeit weiter zu machen. Die Behandlungen die ich bekam taten mir jedoch immer sehr gut. Sobald meine Therapie wieder beendet ist und sich meine Werte stabilisiert haben, werde ich wieder damit beginnen.  
     
  TAIJI UND QI GONG:  
  Diese fernöstlichen Bewegungsmeditationen verbinden Heilgymnastik, Atemtherapie und Elemente der Kampfkünste. Im Westen können wir von dieser jahrtausende alten Tradition bestens profitieren.

Es eröffnet die Entdeckung einer neuen Lebensqualität: Ruhiger, kraftvoller, aus der Mitte heraus, mehr im Fluß und in Harmoniezu sein. Nachweislich unterstützen und stärken diese Disziplinen die
- Konzentration und Entspannung
- Wachstums- und Heilungsprozesse
- Herz-Kreislauf- und Immunsysteme

Die regelmäßige Ausübung von Taiji oder Qigong:
- korrigiert Haltungsschäden
- hilft dem Stressabbau und fördert ein ganzheitliches Wohlbefinden

Taiji ist etwas was mir mehr entspricht als alles andere was ich bis jetzt gemacht habe. Die Bewegungen sind für mich leicht zu machen und die Ruhe mit der alles abläuft, lässt einen jeglichen Stress vergessen. Seit Februar 2001 gehe ich einmal die Woche in Taiji und so wie es mir die Zeit erlaubt, mache ich es auch zuhause. Leider werde ich in den nächsten Monaten nur selten in den Taiji Unterricht gehen können, aber ich werde konsequent sein und es zuhause machen.

Hier möchte ich mein Taiji Studio empfehlen: Taiji Studio Fam. Bai, Neubaugasse 31, 1070 Wien, Tel/ Fax: 01/5234468 oder 02772/54203

 
     
  THERAPEUTIC TOUCH:  
  Therapeutic Touch (T.T.) ist etwas was mich sehr begeistert und was mir unglaublich gut tut. Gewisse Dinge können zur Sucht werden weil sie so gut tun und T.T. gehört dazu. Seit Februar 2002 gehe ich fast wöchentlich zu T.T.

Therapeutic Touch wird angeboten im:
SMZ-Ost (nur onkologische Patienten)
Donauspital der Stadt Wien, Institut für Radioonkologie
Ambulanz für ganzheitliche Krebstherapie
Langobardenstraße 122, A - 1220 Wien
Anmeldung unter +43/1/28802 - 0 (Leitstelle Radiookologie)
seit Sommer 1998

Weiteres wird T.T. seit dem Sommer 2002 auch im Wilhelminenspital angeboten.
Sie finden Informationen über T.T. unter:
www.therapeutic-touch.at